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Schwerin feiert 850 Jahre - wir waren dabei
Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt
Es brannte in der Sporthalle
Treffen der Feuerwehrsenioren
Für Verdienste ausgezeichnet
Kampf um Punkte beim Stadtausscheid 2009
Feueralarm bei der Schweriner Firma Prysmian
Feuerwehrgeschichte ganz lebendig
Internationales Feuerwehrmuseum
Burghard Dreyers Verdienste gewürdigt
An 365 Tagen im Jahr...
Rabatt für's Ehrenamt
Übung zeigte Einsatzkraft

Schwerin feiert 850 Jahre - wir waren dabei

Eine Stadt und ihr Jubiläum. 850 Jahre Schwerin, sicherlich ein Grund, um kräftig zu feiern.
So auch am 5. Juni in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Bei herrlichstem Wetter (fast schon zu warm für die Teilnehmer in den historischen Kostümen) fanden sich nach Polizeiangaben ca. 200.000 Gäste ein, um gemeinsam zu feiern. Sehr viele nutzten die Gelegenheit, sich den 5 km langen Festumzug anzusehen.
Dank vieler Sponsoren und Spenden konnten diese sich 4 Stunden lang über den Werdegang Schwerins von der Gründung durch Heinrich den Löwen im Jahre 1160 bis zur heutigen Zeit sehr anschaulich informieren.
Dass dabei die Feuerwehr nicht fehlen durfte, versteht sich fast schon von selbst, denn 5 große Stadtbrände im Mittelalter vernichteten Schwerin, wie auch andere Städte, immer wieder.
So gehört die Feuerwehr, als „Turner-Feuerwehr“ 1863 in Schwerin gegründet, auch zur Geschichte der Stadt. Unter den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin und Fahnenträgern präsentierten sich die Angehörigen der Schweriner Feuerwehr, auch dabei das Internationale Feuerwehrmuseum Schwerin mit einem nun fast schon historischen TLF vom Typ G 5 und einem W 50 TLF. Dieses war gemeinsam mit einem LF 16 vom Typ W 50 bis vor einigen Tagen noch bei der nunmehr noch einzigen Betriebsfeuerwehr Schwerins, dem Kabelwerk PRYSMIAN im Einsatz und wurde von einem neuen Löschfahrzeug TSF-W abgelöst. Beide wurden nach der Aussonderung dem Feuerwehrmuseum Schwerin als Spende
übergeben. Auch die Berufsfeuerwehr stellte ihr neues LF 20/16 bei dieser Gelegenheit der Bevölkerung vor.
Die einen quittieren die Einsatzzeit, dem anderen steht diese nunmehr bevor!

Text und Foto: Wolfgang Grimm



Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt

Auf der Jahreshauptversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin am 27. März 2010 konnte Verbandsvorsitzender Gerhard Lienau eine erfolgreiche Bilanz ziehen. „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten“, sagte er. Die Freiwillige Feuerwehr Schwerin mit einer Betriebsfeuerwehr und 5 Ortsfeuerwehren habe in der Vergangenheit ihre Einsatzbereitschaft und Qualifikation immer wieder unter Beweis gestellt, so Lienau vor dem Hintergrund der anstehenden Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes der Landeshauptstadt. Eine erfreuliche Tendenz konnte festgestellt werden: Entgegen dem Landestrend haben die Freiwilligen Wehren sowohl bei den Aktiven Kameraden als auch bei den Jugendabteilungen zugelegt. „Wir zählen jetzt wieder mehr als 350 Mitglieder“, so der Verbandsvorsitzende.
Allerdings musste auch festgestellt werden, dass die Ortsfeuerwehren am Stadtrand Probleme hinsichtlich der Einsatzbereitschaft während der Arbeitszeiten haben. Das liegt daran, dass deren Mitglieder außerhalb der Ortsteile ihrer Arbeit nachgehen.
Etwas über 200 Einsätze hätten die Wehren im Jahr 2009 geleistet, schilderte Lienau. Und auch das neue Jahr mit seiner extremen Witterung habe die Kameradinnen und Kameraden bereits vor besondere Herausforderungen gestellt.
„Wir wünschen uns weiterhin eine so faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit wie bisher und wir danken der Verwaltung und der Berufsfeuerwehr dafür“, so Lienau bei der Versammlung, an der neben dem Stadtpräsident Stephan Nolte weitere Ehrengäste teilnahmen. Hinsichtlich des Festumzuges anlässlich der 850-Jahrfeier der Landeshauptstadt wurde die Zusage der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin gegeben
Für 50 Jahre Feuerwehrdienst wurde durch Jürgen Rogmann, Vorstandsmitglied des Landesfeuerwehrverbandes MV, der Kamerad Arthur Diercks von der FF Schwerin-Mitte mit dem „Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes“ ausgezeichnet.
Ebenfalls geehrt wurde der Kamerad Michael Braun (FF Schwerin-Wüstmark) für 20 Jahre Feuerwehrdienst.
Mit der „Ehrennadel der Mecklenburg-Vorpommerschen Jugendfeuerwehr“ in Silber wurde der Kamerad Matthias Nowatzki für seine jahrelange Tätigkeit bei der Jugendfeuerwehr Schwerin-Schlossgarten ausgezeichnet werden.


Wolfgang Grimm.
(Quelle: „SVZ“ vom 29.03.2010)

Arthur Diercks Michael Braun Matthias Nowatzki


Es brannte in der Sporthalle

Nein, so dramatisch war es nun auch wieder nicht. Das Einzige, was wirklich brannte, war die Luft in der Halle, denn es ging heiß her – beim diesjährigen Volleyballturnier!
Schon traditionell treffen sich am Ende des Jahres die Angehörigen der 5 Freiwilligen Ortsfeuerwehren der Landeshauptstadt und deren Jugendabteilungen zu einem alljährlichen Hallen - Volleyballturnier.
So auch am Nikolaustag des Jahres 2009. Viele angereiste Fangruppen der Mannschaften unterstützen lautstark ihre Favoriten. So manche Wehr brachte 2 Mannschaften an den Start, so dass insgesamt 14 Mannschaften antraten. Gewinnen konnte aber wie bei allen anderen Sportarten auch hier nur einer, der Bessere! Glückwunsch aber an alle Teilnehmer, denn auch die platzierten Mannschaften haben etwas gewonnen, nämlich die Erfahrung, im nächsten Jahr besser werden zu wollen!

Hier die Ergebnisse:



Jugendfeuerwehr

1. Wickendorf
2. Mitte 1
3. Schlossgarten 1
4. Schlossgarten 2
5. Mitte 2
6. Wüstmark
7. Warnitz



Wolfgang Grimm

Aktive

1. Wickendorf 1
2. Wüstmark 1
3. Warnitz
4. Wüstmark 2
5. Wickendorf 2
6. Mitte
7. Schlossgarten




Treffen der Feuerwehrsenioren

Es ist schon eine langjährige und schöne Tradition, dass sich alljährlich im Herbst die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin zusammenfinden, um bei Kaffee und Kuchen (nur das?) über die „ollen Tieden“ zu schwätzen. So auch in diesem Jahr; neu aber war, dass diese Veranstaltung gemeinsam mit den Senioren der FF Neubrandenburg stattfand. Auf einem Seniorentreffen auf Landesverbandsebene entstand diese Idee und wurde durch die Verantwortlichen gern umgesetzt. So trafen sie sich dann im Int. Feuerwehrmuseum in Schwerin zum geselligen Beisammensein. Schnell fanden die Kameraden zusammen und eifrig wurde diskutiert. Vorher hatten die Neubrandenburger die Gelegenheit, sich beim Landesfeuerwehrverband zu informieren und die Berufsfeuerwehr Schwerin genauer unter die Lupe zu nehmen. Dafür sei an dieser Stelle Dank an die Beteiligten gesagt. Gleichfalls danken möchten die Senioren aber auch dem Feuerwehrmuseum für die freundliche Gastlichkeit und Versorgung. Auch die Führung durch das Museum war für alle Teilnehmer ein besonderer Moment, konnten sie doch hier auf viele Dinge aus ihrer Vergangenheit zurückblicken!
Grundsätzliche Einschätzung von beiden Seiten am Schluss: Das müssen wir fortsetzen, dann aber in Neubrandenburg!

Text: Wolfgang Grimm
Fotos: Ingo Sack



Für Verdienste ausgezeichnet


Anfang Juli 2009 wurde Hauptbrandmeister Hans Joachim Feldhahn anlässlich seines 75. Geburtstages mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern in Silber ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahm der stellv. Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin Wolfgang Grimm im Beisein des Wehrführers der Betriebsfeuerwehr „Prysmian“ Erwin Krüger vor.
Kamerad Feldhahn trat der Freiwilligen Feuerwehr am 19.02.1965 bei und hat im Laufe seiner Dienstzeit besondere Leistungen im Brandschutzwesen erbracht. Bis zum Eintritt in das Rentenalter war er Einsatzleiter in der Betriebsfeuerwehr des ehemaligen VEB Kabelwerkes Schwerin, heute „Prysmian-Kabelwerke & Systeme GmbH“. Seine Devise lautete stets: „Geht nicht gibt’s nicht!“, und das gilt für ihn auch noch heute!

Wolfgang Grimm


v.l.n.r: Kam. Grimm, Kam. Feldhahn, Kam. Krüger




Kampf um Punkte beim Stadtausscheid 2009


Die Mädchen und Jungen von 4 Jugendfeuerwehren der Landeshauptstadt Schwerin trafen sich am 20.Juni zum Stadtausscheid auf dem Sportplatz an der Crivitzer Chaussee. Gewertet wurde nach den Vorschriften des Bundeswettbewerbes der Deutschen Jugendfeuerwehr.
Während die Jugendlichen munter und erwartungsfroh gegen 8.30 Uhr eintrafen, sah es bei den Aktiven der für den Aufbau der Wettkampfbahn Verantwortlichen der FF Schwerin-Schlossgarten etwas anders aus; ihnen steckten noch 2 Einsätze der vergangenen Nacht in den Knochen. Verständlich, der letzte war gegen 4.00 Uhr!
Dennoch war alles beim Start um 9.00 Uhr an Ort und Stelle und der Wettbewerb konnte beginnen.
Unter den strengen Augen der Wertungsrichter galt es nun, den A- und darauf folgend den
B-Teil zu absolvieren.
Zunächst musste ein mit Hindernissen versehener Löschangriff bewältigt werden. So mussten sie einen Wassergraben, einen Tunnel sowie eine Leiterwand und eine Hürde bewältigen
"Wichtig dabei ist es, dass keine Fehler gemacht werden.“ erklärte Stadtjugendwart Markus Braun. Er ergänzt: “Die Zeit spielt dabei keine Rolle, lediglich im vorgegebenen Zeitrahmen von sieben Minuten müssen die Mannschaften bleiben“.
Nach einer kurzen Pause folgte der B – Teil, eine 400 Meter - Staffel mit feuerwehrtechnischen Aufgaben. Eine Besonderheit ist es, dass hierbei neben den Fertigkeiten auch die Sekunden eine große Rolle spielen. Gesamtsieger, und damit Vertreter der Jugendfeuerwehr Schwerin beim Landesausscheid Anfang Juli in Altentreptow, wurde mit 1344,9 Punkten die Jugendfeuerwehr Schwerin-Wickendorf.
Auf den Plätzen folgen:
2. Platz: Schwerin-Mitte (1207,2 Punkte)
3. Platz Schwerin-Warnitz (1183,9 Punkte)
4. Platz Schwerin-Schlossgarten (1125,6 Punkte)Der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin, Gerhard Lienau, konnte allen Wettkämpfern für die gezeigten Leistungen gratulieren und gemeinsam mit dem Stadtpräsidenten der Landeshauptstadt Schwerin, Stefan Nolte, und dem für die Feuerwehr zuständigen Dezernenten der Stadt, Hermann Junghans die Pokale überreichen.
An den Gesamtsieger wurde seitens des Stadtfeuerwehrverbandes in diesem Jahr erstmalig der „Burghard Dreyer – Pokal“ vergeben. Er erinnert an den in diesem Jahr verstorbenen langjährigen Stadtjugendfeuerwehrwart und Ehrenvorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin. Kamerad Dreyer war es, der 1991 in Schwerin die erste Jugendfeuerwehr gründete und maßgeblichen Anteil an der weiteren Entwicklung der gesamten Jugendfeuerwehr hat. Nicht zuletzt durch sein Engagement war es möglich, dass es mittlerweile in jeder der 5 Freiwilligen Wehren der Landeshauptstadt eine Jugendabteilung gibt.

Text und Foto: Wolfgang Grimm




Feueralarm bei der Schweriner Firma Prysmian


Es war der 29.05.09, letzter Arbeitstag vor dem Pfingstwochenende. Punkt 17.30 Uhr heulte plötzlich auf dem Werksgelände die Alarmsirene. Allerdings waren die noch arbeitenden Kollegen im Vorfeld von dieser Übung informiert.
Vor dem Werktor hatte die Jugendfeuerwehr Schwerin mit ihren Löschfahrzeugen Aufstellung genommen und nun ging es los.

"Wasser marsch!" Mit diesem Kommando wurde der letzte Teil der Übung der fünf Schweriner Jugendfeuerwehren auf dem Gelände der Firma Prysmian im Gewerbegebiet Sacktannen eingeleitet. Simuliert worden ist dabei ein Brandausbruch in der Halle 13, der drohte, sich auf ein angrenzendes Waldstück auszudehnen. Im ersten Obergeschoss der Werkhalle wurden außerdem noch drei Personen vermisst.

Die Übung der Jugendfeuerwehr ist in jedem Jahr der Höhepunkt der Ausbildung. 50 Jugendfeuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren Schlossgarten, Mitte, Warnitz, Wüstmark und Wickendorf trainierten in Sacktannen das Zusammenwirken und überprüften gleichzeitig den Ausbildungsstand. "Die Jugendlichen lernen bei der Übung gemeinsam den Brand zu bekämpfen. Gleichzeitig üben sie das Suchen und Versorgen von Verletzten", erklärte Jürgen Rogmann, Leiter des Amtes für Brand, Katastrophenschutz und Rettungsdienst, das Geschehen.

Der Brand wurde unter Kontrolle gebracht und gelöscht, die Vermissten gerettet. Stadtjugendwart Markus Braun war zufrieden mit dem Ergebnis der Übung. "Alles ist super gelaufen, die Jungs und Mädchen waren noch besser als im vergangenen Jahr“ resümierte er stolz. Nächster Höhepunkt ist der Stadtausscheid am 20. Juni. "Das ist die Qualifikation zum Landesausscheid", erläuterte Braun. "Während hier mit Wasser geübt wurde, um den Ausbildungsstand einschätzen zu können, geht es dann in Trockenübungen um Sekunden und Punkte, die zum Sieg und zu Meisterehren führen ."

Vom Können der fünf Schweriner Jugendfeuerwehren überzeugte sich auch Dezernent Dieter Niesen. In den fünf Jugendfeuerwehren engagieren sich 97 Mädchen und Jungen. Sie eignen sich das Feuerwehrwissen an, um dann nach Vollendung des 16. Lebensjahres in die aktive Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr aufgenommen zu. werden. "Das Engagement aller Ehrenamtlichen in diesem Bereich ist besonders hoch zu schätzen, da mit der Kameradschaft und der Verantwortungsbereitschaft wichtige gesellschaftliche Werte gelebt und weitergegeben werden", zog Niesen ein Fazit zur Arbeit der freiwilligen Feuerwehren.

(Quelle: SVZ vom 02.06.09, Foto: Klawitter)




Feuerwehrgeschichte ganz lebendig


(SVZ) 09. Mai 2009 | 00:10 Uhr | von Maren Ramünke-Hoefer

Das soll ihm erst mal einer nachmachen: Karl-Heinz Rönke ist seit 65 Jahren Mitglied in der Feuerwehr. Und zwar ausgesprochen aktiv. Für dieses ungewöhnliche Jubiläum gab es eine weitere Auszeichnung für seine beachtliche Sammlung. Rönke ist ein Stück Feuerwehrgeschichte - und schreibt sie auch auf.

WÜSTMARK - Im ersten Stock seines Hauses im Schweriner Stadtteil Wüstmark hat sich Karl-Heinz Rönke ein eigenes Feuerwehr-Zimmer eingerichtet. Auf dem Schreibtisch liegen zwei dicke Chroniken. Die hat Rönke in jahrlanger Arbeit selbst erstellt - dabei handschriftlich die Geschichte der Feuerwehr Wüstmark aufgezeichnet, Fotos eingeklebt, alte Einsatzberichte archiviert. In einem Extra-Ordner sind nur Zeitungsartikel zu finden. An der Wand hängen Urkunden, auf der Anrichte davor finden sich Orden und zahlreiche andere Ehrungen. "Das hier ist die höchste Feuerwehr-Auszeichnung der DDR", sagt Rönke und deutet an die Wand. "Und das hier die höchste der Bundesrepublik." Der 79-Jährige ist Feuerwehrmann durch und durch, seit seinem 14. Lebensjahr. Damals lebte er noch in Parchim.

"Ich hatte gerade mit meiner Ausbildung zum Schornsteinfeger angefangen, da musste ich zur Feuerwehr-HJ", erzählt Rönke. Das war im April 1944. Als der Krieg zu Ende war, wurde Rönke gebeten, in der freiwilligen Feuerwehr zu bleiben. "Hungernd und frierend haben wir uns unsere Ausrüstung zusammengesucht, denn nach dem Krieg war ja alles weg." Die große Gefahr damals seien Waldbrände gewesen, bei denen noch Restmunition explodierte. "Wir mussten unseren Wald schützen, denn das Holz war unser wichtigstes Wirtschaftsgut", sagt Rönke. "Das habe ich damals begriffen. Seitdem bin ich mit Lust und Liebe bei der Wehr." 1949 machte er diese Leidenschaft zum Hauptberuf. Rönke wechselte in die Kreislöschbereitschaft Parchim, besuchte die Feuerwehrschule in Güstrow und schließlich 1956 die Offiziersschule in Dresden. Als er die beendet hatte, war die Kreislöschbereitschaft allerdings aufgelöst. Man bot Karl-Heinz Rönke eine Stelle als Kommandoleiter in Schwerin an, wo er für 65 Männer zuständig war. "Das habe ich 20 Jahre lang gemacht", sagt Rönke. Mitte der 70er-Jahre beendete er seinen hauptamtlichen Dienst. Den Freiwilligen blieb er treu.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Schwerin hat er mit aufgebaut, und als er nach Wüstmark zog, war eines seiner ersten Anliegen, dort eine Feuerwehr ins Leben zu rufen. "Ich bin von Haus zu Haus gegangen", sagt Rönke. "Einige haben mich fast rausgeschmissen, aber zum Schluss hatte ich neun Leute zusammen." Das war 1963. Als die Truppe dann auch gleich den ersten Platz beim Kreisausscheid machte, stieg ihr Ansehen im Ort - und damit die Mitgliederzahl. Rund 30 Mitglieder zählte die Freiwillige Wehr Wüstmark im Durchschnitt. Schließlich gab es Ingenieure, Elektriker und Maurer in der Truppe, so dass 1978 ein Feuerwehrhaus in Eigenleistung gebaut werden konnte. "Darin finden bis heute Versammlungen und Feste statt", so Rönke. Allzu viele Einsätze hatten die Löschtrupps glücklicherweise nicht. Zwei bis drei Brände pro Jahr, inklusive Waldbrände und Blitzschlag, schätzt er.
Am 1. Oktober 1995 wurde Rönke in die Ehrenabteilung der Ortswehr verabschiedet, beobachtet das aktuelle Feuerwehrgeschehen allerdings mit Argusaugen. "Viele Jungs arbeiten heute auswärts. Dass die trotzdem bei der Stange bleiben, finde ich bewundernswert."
Genauso gern wie mit aktuellen Feuerwehrthemen beschäftigt sich Karl-Heinz Rönke auch mit Vergangenem. "Sollte jemand noch alte Feuerwehr-Fotos, Aufzeichnungen oder Ähnliches besitzen, würde ich mich freuen, wenn er sich bei mir meldet", sagt Rönk. "Ich könnte das hervorragend für meine Chroniken gebrauchen." Karl-Heinz Rönke ist telefonisch zu erreichen unter der Nummer 0385- 61 63 42.


Zu zahlreichen Auszeichnungen erhielt Karl- Heinz Rönke jetzt noch eine weitere: für 65 Jahre bei der Feuerwehr. Foto. Hentschel




Internationales Feuerwehrmuseum

in Schwerin eröffnet

Am 25. April 2009 konnte ein neues Museum in Schwerin eröffnet werden. Das Landesfeuerwehrmuseum zog von Meetzen bei Gadebusch nach Schwerin.
Museumsleiter Uwe Rosenfeld hat damit das Konzept zur weiteren Nutzung der „Halle am Fernsehturm“ erfolgreich und vor allem in extrem kurzer Zeit umgesetzt. Nach der Übergabe der Halle am 28.02.09 begann das Team Anfang März mit der Realisierung und dem Umzug nach Schwerin.
Aus Sicht des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin als besonders positiv zu bemerken ist dabei, dass die Arbeitsgruppe „Historik der Feuerwehr Schwerin“ in die Gesamtausstellung integriert werden konnte und eine eigene Fläche zur Verfügung hat. Hier kann man die Geschichte der Feuerwehr Schwerin von der Gründung im Jahr 1863 bis zur heutigen Zeit verfolgen. Der Leiter der Schweriner AG Historik, Hauptbrandmeister Ingo Sack und seine Kameradinnen und Kameraden haben ebenso wie das gesamte Museumsteam in den letzten Wochen Beachtliches geleistet. Dafür sei an dieser Stelle besonderer Dank gesagt.
Nach der Eröffnung, an welcher neben dem Innenminister unseres Bundeslandes auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sponsoren auch eine Delegation der Feuerwehr Polens teilnahmen, hat die Landeshauptstadt eine weitere Attraktion; nicht nur für Feuerwehrbe
geisterte! Bereits die ersten Tage zeigten, dass die Bevölkerung ein starkes Interesse hat.
Weitere Informationen unter www.ifm-schwerin.de
Wolfgang Grimm


Blick in den Schweriner Teil des Museums




Burghard Dreyers Verdienste gewürdigt


SCHWERINER VOLKSZEITUNG
23. April 2009 | 00:05 Uhr | von bert

SCHWERIN - Die Schweriner Feuerwehrleute trauern um einen langjährigen Kameraden: Stadtbrandmeister Burghard Dreyer ist im Alter von 52 Jahren gestorben. "Wir haben einen engagierten, zuverlässigen Kameraden verloren", sagte Feuerwehrdezernent Dieter Niesen.

Burghard Dreyer hatte sich vor allem in der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin-Mitte bleibende Verdienste erworben, die er viele Jahre lang geführt hatte, sowie beim Aufbau der Jugendfeuerwehren in der Landeshauptstadt. Seine Erfahrungen dabei waren sogar in Litauen gefragt. "Es ist ganz wesentlich der weitsichtigen Jugendarbeit von Burghard Dreyer zu verdanken, dass wir heute in allen fünf freiwilligen Feuerwehren der Stadt sehr gute Führungskräfte haben", betonte Amtsleiter Jürgen Rogmann.

Stadtbrandmeister Dreyer engagierte sich nicht nur für die Jugendfeuerwehrarbeit und für die FFw Mitte, sondern brachte sich mit seinem Wissen und Können auch in den Stadtfeuerwehrverband ein, den er von 2000 bis 2006 führte, so lange wie kein anderer Feuerwehrmann. "Durch Dreyers sachliche, kompetente und stets lösungsorientierte Arbeit hat sich das Zusammenwirken von Berufs- und freiwilligen Feuerwehren in Schwerin nachhaltig gefestigt", unterstrich Rogmann. "Wenn wir sagen, wir werden sein Andenken ehren, ist das keine Formsache, sondern Herzensangelegenheit", versicherte der 2. Stadtbrandmeister, Wolfgang Grimm.






An 365 Tagen im Jahr...


... rund um die Uhr einsatzbereit
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schwerin zogen
Bilanz des vergangenen Jahres



An der Jahreshauptversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes Schwerin, der Interessenvertretung aller fünf Freiwilligen Schweriner Ortsfeuerwehren und der Betriebsfeuerwehr PRYSMIAN, am 28. März 2009 im Demmlersaal des Schweriner Rathauses nahmen neben den Delegierten der Wehren als Gäste Stadtpräsident Stefan Nolte, in Vertretung der Oberbürgermeisterin Gramkow der für die Feuerwehr zuständige Beigeordnete der Landeshauptstadt Dieter Niesen, Vertreter der Berufsfeuerwehr und einige Mitglieder der Stadtfraktionen sowie die Ehrenmitglieder teil.
Stadtwehrführer Gerhard Lienau konnte für 2008 eine insgesamt positive Bilanz ziehen.
Mit knapp 200 aktiven Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen, einschließlich der Reserve, ist die Mitgliederzahl gegenüber 2007 leicht gesunken. Allerdings ist die Zahl der Einsätze gestiegen. Insgesamt 177 mal kam es 2008 zu Alarmierungen der Freiwilligen Feuerwehren, insbesondere für die Ortsfeuerwehren Mitte und Schlossgarten blieben diese auch 2008 auf hohem Niveau. Der weit überwiegende Teil der Einsätze (158) diente der Unterstützung der Berufsfeuerwehr. Im Rahmen von Mehrfacheinsätzen bei Sturmschäden oder Containerbränden wurden die Einsätze von den Wehren auch in Alleinverantwortung durchgeführt. Einsatzschwerpunkt der Freiwilligen Feuerwehren war mit 144 Einsätzen die Brandbekämpfung. Daneben wurden 33 Hilfeleistungseinsätze absolviert.
Nicht im Verhältnis zum Anstieg der Einsatzzahlen stehen jedoch die geleisteten Einsatzstunden. Diese haben sich gegenüber dem Jahr 2007 insgesamt extrem vervielfacht. So waren die Kameraden z. B. bei Bränden leerstehender Objekte, so eines Hauses in der Fr.-Reuter-Str. und in der Möwenburgstr. jeweils weit über 10 Stunden gefordert. Als positiv bewertet Lienau die Einführung der digitalen Alarmierung der Einsatzkräfte. Damit wurden die Schwächen der bisherigen analogen Information der Feuerwehrkräfte beseitigt. Allein damit aber sei die ständige Einsatzbereitschaft der einzelnen Wehren nicht verbessert. Das Fehlen von einsatznahen Arbeitsplätzen habe in Wüstmark, Warnitz und Wickendorf dazu geführt, dass die dortigen Wehren während der Arbeitszeit praktisch nicht verfügbar seien, weshalb diese Bereiche durch andere Wehren mitbetreut würden. Um den gestiegenen Anforderungen auch personell genügen zu können, sollen künftig gezielt Mitglieder geworben und Arbeitgeber davon überzeugt werden, Mitarbeiter für den Brandschutz freizustellen, so Lienau. Unterstützung hierbei will der Landesfeuerwehrverband und das Innenministerium mit der Initiative „Köpfe gesucht“ geben.
Aber nicht nur bei Einsätzen und den „normalen“ Diensten haben die Angehörigen der Wehren viel Freizeit investiert. So konnte auch der für die Ausbildung verantwortliche 2. Stadtbrandmeister Wolfgang Grimm eine positive Bilanz ziehen. Alle Lehrgänge waren gut belegt und wurden erfolgreich absolviert. Dafür dankte er den Kreisausbildern besonders für deren Engagement.

Stadtjugendwart Markus Braun berichtete, dass die 97 Angehörigen der Jugendfeuerwehren, darunter 33 Mädchen, im vergangenen Jahr beachtliches geleistet haben. Obwohl die Jugendlichen viel Freizeit in ihre Ausbildung investierten und auch mit dem alljährlichen gemeinsamen Zeltlager einen Höhepunkt setzten, fand sich dennoch Zeit für freie Jugendarbeit. Dass der Jugendarbeit in den Wehren besondere Aufmerksamkeit gebührt, versteht sich fast von selbst, ist es doch der Pool, aus welchem der dringend erforderliche Nachwuchs kommt.

Zum Ehrenbeamten ernannt wurden Marian Lehmann und Matthias Nowatzki. Befördert wurden Matthias Nowatzki zum Brandmeister und Markus Braun zum Oberlöschmeister.
Für 30- bzw. 10-jährige treue Dienste in der Feuerwehr wurden Gerhard Lienau bzw. Andreas Wiechert ausgezeichnet.
In ihren Grußworten dankten sowohl der Beigeordnete Niesen als auch Stadtpräsident Nolte und Vertreter der anwesenden Stadtfraktionen den Angehörigen der Wehren für deren Leistungen für die Sicherheit der Bürger Schwerins und sie signalisierten weiterhin ihre Unterstützung für das Ehrenamt.

Text: Wolfgang Grimm




Rabatt für's Ehrenamt



Diesem guten Beispiel folgend konnten mittlerweile mit weiteren Partnern entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.
Per November 2008 gilt dies für:

Mega-Movies
Sport Otter
Hoffmann & Berger
Glagla GmbH
PC-Spezialist
Disco „8-Eck“
„Saustall“ Grambow
Porsch Party-Service

An diesem Projekt wird weiter gearbeitet.